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Ernst Toller (1.12.1893 - 22.5.1939)

„Wer keine Kraft zum Traum hat, hat keine Kraft zum Leben.“

Ernst Toller stammt aus einer Kaufmannsfamilie in der damaligen preußischen Provinz Posen. 1914 Kriegsfreiwilliger, Einsatz an der Front in Verdun und 1916 völliger Zusammenbruch. Als Pazifist kommt er aus dem 1. Weltkrieg zurück und beginnt in München zu studieren. Er tritt der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) bei und wird im November 1918 zweiter Vorsitzender des Zentralrats der Bayerischen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte. Nach der Ermordung Eisners wird Toller Vorsitzender der bayerischen USPD und am 8. April 1919 Vorsitzender des Revolutionären Zentralrates der ersten Münchner Räterepublik und Abschnittskommandant der "Roten Garde". Nach der Stürmung München durch die Weißen wird er zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, die er von 1919 bis 1924 absitzt.  
In der Haft schreibt er seine wichtigsten Theaterstücke, die in 27 Sprachen übersetzt und fast überall auf der Welt aufgeführt wurden. In den 20er Jahren war er der bekannteste lebende Dramatiker deutscher Sprache. 1933 geht er ins Exil, am 22. Mai 1939 nimmt er sich in New York das Leben.

„Wenn wir an die Macht des Wortes glauben – und wir glauben als Schriftsteller an die Macht des Wortes – dürfen wir nicht schweigen. Selbst Diktatoren fügen sich der Meinung der Welt.“

Ernst-Toller Gesellschaft